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Blinddarm

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Blinddarmentzündung (Appendizitis)

Bei einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) ist der Wurmfortsatz (Appendix vermiformis) entzündet. Das wurmartige Anhängsel ist eine Aussackung des Dickdarms und liegt in der Nähe der Dünndarm-Einmündung. Es ist etwa so groß wie ein Kinderfinger und hat keine Funktion bei der Verdauung.

 

Die Blinddarmentzündung ist die häufigste Erkrankung des Bauchraumes, die einer Operation bedarf. An einer plötzlichen Blinddarmentzündung erkranken etwa sieben Prozent der Bevölkerung, zumeist zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahrzehnt. Bei Kindern liegt der Altersgipfel zwischen vier und zwölf Jahren. Bei ganz kleinen Kindern und alten Menschen kommt eine Blinddarmentzündung zwar sehr selten vor. Sie ist aber grundsätzlich in jedem Lebensalter möglich.

 

Therapie der Wahl bei einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) ist die Operation. Dabei kommen zwei Operationsmethoden in Betracht. Beide Verfahren werden unter Vollnarkose durchgeführt:

 

Klassische Operation (Bauchschnitt - Laparotomie):

Über einen etwa fünf Zentimer langen Schnitt im rechten Unterbauch wird der Wurmfortsatz herausgeschnitten (Appendektomie). Die an der Stelle entstehende Darmöffnung wird zu genäht.

 

Laparoskopie (operative Bauchspiegelung):

Bei einer Appendizitis wird der Blinddarm heutzutage in den meisten Kliniken mit Hilfe der sogenannten Schlüsselloch-Chirurgie entfernt. Über einen kleinen Einschnitt in der Bauchnabelgegend wird ein optisches Gerät (Laparoskop), an dessen Ende eine kleine Videokamera und eine Lichtquelle sitzen, in die Bauchhöhle eingeschoben. Über zwei weitere kleine Bauchschnitte werden die benötigten Instrumente eingeführt. Um den Einblick zu verbessern, wird der Bauchraum mit CO2-Gas aufgebläht. Das Bild der Mini-Kamera wird live auf einem Monitor dargestellt. Auch hierbei werden bei einer Appendizitis der Wurmfortsatz abgetrennt und herausgezogen und der Stumpf vernäht.

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