Eine minimal-invasive Methode

Die Facettenblockade bzw. Facettendenervierung kommt bei Schmerzen durch Blockierung der kleinen Zwischenwirbelgelenke mit Zeichen der Gelenkarthrose ohne Kompression des Segmentnervs zum Einsatz. Bei Kompressionen der Nervenwurzel kann eine Kombination mit der periradikulären Therapie erfolgen. Mit 1 - 1,5 ml Alkohol können nach exakter mit Bildwandler gesteuerter Punktion die Nerven, die das kleine Wirbelgelenk versorgen, dauerhaft ausgeschaltet werden. Als alleinige Therapie beträgt die Erfolgsquote dieses Verfahrens 65 - 75 % und in der Kombination mit der PRT (spezielle Spritzentherapie) sind deutlich höhere Erfolgsquoten zu erreichen.

Bei arthrotisch veränderten Wirbelgelenken (Facetten), der sogenannten Spondylarthrose, kommt es oft zu vermehrten Stimulationsimpulsen auf die Rückenmuskulatur, die dann schmerzhaft verspannt ist.

Die Facettendenervation (Thermokoagulation der Wirbelsäulengelenke) ist eine bewährte und sehr effektive Therapiemethode in allen Bereichen der Wirbelsäule für nichtradikuläre Facettengelenkschmerzen, also Schmerzen ohne tatsächlich geschädigte Nervenwurzeln. Die Thermokoagulation (Verkochung / Zerstörung mit Hochfrequenzstrom) zerstört über eine Hitzesonde die Schmerzleitungsfasern. Dies führt zu einer Schmerzblockade, die meist lange anhält.