Bei der Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung) handelt es sich entweder um ein angeborenes „Herausspringen der Kniescheibe“ oder durch einen Unfall verursachtes Luxieren. Im Allgemeinen luxidiert die Patella nach außen. Einige Patienten berichten über häufiges Herausspringen und können die Kniescheibe selbst wieder einrenken.


Diagnose
Die Diagnose stellt der Patient im Allgemeinen schon von allein, in dem er den entsprechenden Hergang schildert. Bei der Untersuchung findet sich eine Schwellung des Kniegelenkes, schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit, deutlicher Druckschmerz am Innenrand der Kniescheibe.


Diagnostik
Wie bei all den anderen Gelenkserkrankungen ist im Allgemeinen eine Ultraschall-, Röntgen-, eventuell Kernspintomographie-Untersuchung angezeigt.

Operation
Da es nach einer konservativen Behandlung der Luxation häufig zu wiederholten Verrenkungen kommt, wird – besonders bei jungen Patienten – die operative Versorgung empfohlen. Diese reicht von der arthroskopischen Operation (Spaltung des äußeren Kniescheibenbandes, Raffung des Innenbandes), gegebenenfalls Knorpelglättung über die offene Versetzung des Ansatzes der Kniescheibensehne am Schienbein bis hin zu komplizierten Umstellungen am Oberschenkel.

Nach der Operation
Im Allgemeinen ist der erstgenannte Eingriff ausreichend. Nach diesem arthroskopischen Eingriff ist die Vollbelastung im Stehen möglich. Eine kurzfristige Schienenruhigstellung ist erforderlich sowie anschließend das Tragen einer Bandage. Eine 6-wöchige Einschränkung in der Beugung, besonders unter Belastung, ist gegeben. Eine Sportfähigkeit besteht im Allgemeinen nach 3 Monaten.
Bei diesen Eingriffen ist eine intensive Physiotherapie zwingend notwendig.