Im Moment der Verletzung geben die Patienten meist das Gefühl eines „peitschenhiebartigen Risses“ in der Achillessehne an. Dieser tritt häufig bei plötzlicher Belastung auf.


Diagnostik
Die genaue Befragung des Patienten über den Unfallhergang ist notwendig. Nach der Befragung kommt es in der Regel zu einer Ultraschall-, nur ganz selten zu einer Röntgen- und Kernspintomographie-Untersuchung.

Therapie
Im Allgemeinen ist heute noch die operative Versorgung notwendig. Nur bei Rissen, bei denen die beiden Sehnenenden nicht zu weit auseinander stehen, ist eine konservative Behandlung erfolgsversprechend. Es muss allerdings beachtet werden, dass in diesen Fällen die Gefahr eines erneuten Risses größer ist als nach Operationen.

Bei Operationen wird – nicht mehr wie früher – ein langer Schnitt neben der Achillessehne gelegt, statt dessen wird nur ein kleiner Schnitt über den Riss gelegt. Über diesen Schnitt wird dann ein kräftiger Faden durch die beiden Enden gefädelt und verknotet.

Nach der Operation
Der Patient darf das Bein in einem Spezialschuh nach einigen Tagen belasten. Dieser Spezialschuh wird für ca. 6 Wochen getragen, danach wird für einige Wochen eine kleine Einlage in die Schuhe gelegt. Auch hier – wie bei allen anderen Gelenkverletzungen – ist intensive Physiotherapie und Thrombose-Prophylaxe erforderlich.

Nach ca. 3 Monaten ist ein leichtes Lauftraining möglich und nach 4 - 6 Monaten ist die volle Sportfähigkeit wieder hergestellt.

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