Der Begriff Tennisellenbogen betrifft die akute oder chronische Überlastung am Sehnenansatz im Ellenbogen der Außenseite. Alle Strecksehnen des Unterarmes treffen auf einen kleinen Punkt zusammen, so dass Überlastungen der Hand ursächlich sind.
Die Patienten klagen häufig über Einschränkung in der Alltagstätigkeit wie z. B. das Einschenken aus einer Kanne oder Flasche usw. 
Es muss beachtet werden, dass häufig eine Überlagerung durch Halswirbelsäulen-Beschwerden wie Verspannungen, Gefühlsstörungen im Arm oder Hand gegeben ist.


Diagnostik
Die genaue Befragung des Patienten über die Krankengeschichte (Anamnese) sowie eine genaue körperliche Untersuchung stehen im Vordergrund. In wenigen Fällen werden Ultraschall-, Röntgen- und Kernspintomografie-Untersuchungen durchgeführt.


Therapie
Der Tennisarm wird grundsätzlich konservativ, d. h. ohne Operation behandelt. Zunächst muss die auslösende Ursache vermieden werden. Intensive Physiotherapie mit Dehnübungen und speziellen Massagen (Querfriktion) werden verordnet. Gegebenenfalls werden zusätzlich Elektrotherapie und Eis unterstützend dazu verordnet. Eventuell helfen Bandagen oder Spangen. Es gibt Patienten, die keine Besserung durch das Tragen von Bandagen verspüren.
Das Einnehmen von entzündungshemmenden Medikamenten kann erforderlich sein. Salben werden nicht angewendet.
Bei Beschwerdepersistenz können einige - im Allgemeinen 2-3 - Injektionen von Kortisonpräparaten gegeben werden.
Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg, bietet sich eine Stoßwellentherapie an. Hierbei werden Schallwellen auf den schmerzenden Sehnenansatz geleitet. Es sollten drei Behandlungen im Abstand von ca. 1 Woche durchgeführt werden.
Es werden auch Erfolge durch Akupunktur berichtet. Die Akupunktur wird bei uns nicht durchgeführt.
Die Operation des Tennisellenbogens ist nur äußerst selten notwendig. Erst nach mehrmonatiger konservativer Behandlung und anhaltender Beschwerden wird über einen kleinen Schnitt an der Außenseite der Sehnenansatz vom Knochen abgelöst und neu vernäht. Zusätzlich werden die Enden der Schmerznerven verödet. Nach diesem Eingriff ist die völlige Belastungsfähigkeit im Allgemeinen nach 3 Monaten wieder gegeben.

 

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